Ab dem 6.6.14 ist das Buch "Aus dem Leben eines Glaubenichts" erhältlich!
Dietrich Kittner war ein sehr engagierter, denkender, leidenschaftlicher und ausdrucksstarker Mensch, Kabarettist und Künstler. Er hat sich nicht verbiegen oder den Mund verbieten lassen, nicht durch Fernsehverbot oder sonstige Steine, die ihm gern in den Weg gelegt wurden.
Mit Ehrgeiz, Eifer und seiner unglaublichen Fähigkeit, den Dingen bis in den letzten verborgenen Winkel auf den Grund zu gehen hat er unglaubliche Programme, Bücher und DVDs (Videos) erschaffen.
Diese zeitlosen Werke, die noch heute die selbe Gültigkeit haben, wie zu ihrer Entstehungszeit, sollen und müssen erhalten bleiben. Zum Aufmerksam machen, Nachdenken anregen, zur Meinungsbildung und auch als Warnung, sich nicht täuschen zu lassen von schönen Worten und kalkulierter Rhetorik. Nun knapp 1 1/2 Jahre nach seinem Tod, wird aus seinem künstlerischen Nachlass dieses Buch erscheinen. Kein Titel hätte besser passen können, hat doch Dietrich niemals geglaubt was ihm die Mächtigen vorgaukeln wollten.
"Aus dem Leben eines Glaubenichts"
256 Seiten
mit Texten und Bilder
14,80 Euro




Danksagung

an alle Freunde, die mir mit ihrer Anteilnahme, ihrer Fürsorge, Hilfe und Zuspruch dabei geholfen haben, den schweren Verlust zu ertragen.

Das gibt Kraft, wenn so viele Menschen an mich denken - und vor allem an Dietrich, der mit seinen Liedern, Protesten und Schandmäuligkeiten in den Köpfen und Herzen seinen Platz behalten wird.

In tiefer Dankbarkeit

Eure Christel

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TEXTE IM GEDENKEN AN DIETRICH KITTNER

Stadt trauert um Dietrich Kittner.
Die Nachricht vom Tod Dietrich Kittners trifft viele Menschen in Hannover. Sie macht mich auch persönlich sehr betroffen. Dietrich Kittner hat das politische Kabarett nach Hannover gebracht... Als streitbarer Kabarettist legte Kittner seinen Finger immer wieder in offene Wunden sozialer Ungerechtigkeit. Er erreichte bei seinen Tourneen ein Millionenpublikum und holte alle großen deutschen Kabarettisten nach Hannover.
( Hannover Bürgermeister Bernd Strauch.)

Ich bin sehr traurig über den Tod unseres Freundes Dietrich Kittner. Bitte schickt unsere Kondolozenz an die Familie im Namen der Cuban Five. Wir haben einige gute Freunde während dieser Jahre verloren, aber wir sind sicher, daß wir eines Tages allen von ihnen in Kuba unseren Tribut zollen werden.
(Gerardo aus dem Bundesgefängnis von Victorville, Kalifornien )

Wie anderen Künstlern seines Formats wurde Dietrich Kittner der Zugang zu den Massenmedien verwehrt. Jetzt, nach seinen Tod, geben jene Medien, die ihn jahrzehntelang boykottiert haben, offen zu, was sie vorher vehement abstritten: Die Essener NRZ schreibt am 16.2., dass seine Haltung ihm „so etwas wie ein real existierendes TV-Verbot einbrachte.“ Hallo Niedersachsen auf ndr.de schreibt am 15.2.2013 verschämt.“Auch im Fernsehen war er wegen seiner scharfzüngigen Analysen nicht gern gesehen.“ Die HAZ-Hannoversche Allgemeine Zeitung gibt am selben Tag unumwunden zu:“Im öffentlich-rechtlichen westdeutschen Fernsehen hatte er seit 1973 quasi „Fernsehverbot“, um relativierend hinterher zuschieben „aber das machte er durch seine flächendeckende Bühnenpräsenz, durch Bücher, Mitschnitte und DVDs wett.“ Ähnlich hinterfrostig wird bei tagesschau.de am 15.2.2013 über Band gespielt: „Der Weg ins Fernsehen sei ihm stets versperrt worden, klagte Kittner noch kürzlich.“
(Heinz.W. Hammer in PRESIDENTE )

Mit dem deutschen Politkabarettisten Dietrich Kittner verliert das kurdische Volk einen wichtigen Unterstützer. Viele kennen das bekannte linken Urgestein als eine Person, der den Staat immer wieder wegen Kriegen, Militarismus und sozialen Missständen anprangerte … 2005 forderte er mit mehreren weiteren prominenten Personen von der europäischen Regierung mehr Verantwortung in der Kurdenproblematik einzunehmen.
( Die Kurden.de)

… und Ihnen versichern, dass wir die Bemühungen Dietrich Kittners für eine bessere, gerechtere und menschenwürdigere Welt hochschätzen und sein Andenken bewahren werden.
(Erich-Mühsam-Gesellschaft)

Sein Spott, seine Ironie galt den Mächtigen in Staat, Wirtschaft und Gesellschaft, Er machte Kabarett von unten für unten. Wir werden sein Andenken bewahren.
(Freunde des Kabaretts in Niedersachsen e.V.)

Bei vielen Streiks, Demonstrationen oder den legendären hannoverschen Rote-Punkt-Aktionen war er mit der Gitarre zur Stelle. Sein ganzes Schaffen war eine Ermutigung, Untertanen-Traditionen abzuschütteln, Menschenrechte geltend zu machen (auch und gerade im Betrieb), Solidarität zu üben, Demokratie zu verwirklichen. Aus seinen Büchern, von seinen Platten werden wir auch in Zukunft Kraft schöpfen können.
(Eckart Spoo im "M-Menschen machen Medien")

Kritisch setzte er sich mit dem heroisierenden Soldatentum, den deutschen Kriegsbeteiligungen und den gesellschaftlichen Verwerfungen auseinander. Wir verlieren mit Dietrich Kittner einen Mitstreiter, der der Bewegung mit seinen besonderen künstlerischen Fähigkeiten besondere Unterstützung zukommen ließ.
(DFG-VK/ZivilCourage)

Als prononciert linker Künstler, der aus der SPD ausgeschlossen worden war, war er mit einer Reihe von Repressalien konfontiert, unter anderem durfte er im öffentlich-rechtlichen Rundfunk der BRD nicht aufgeführt werden. Trotzdem war er auch abseits seiner Heimat auf zahlreichen internationalen Festivals präsent, unter anderen auch beim steirischen herbst. Kittner war der steirischen KPÖ sehr verbunden.
(Ernest Kaltenegger, KPÖ Steiermark)

Mit den Comedians von heute hättest Du heute nix am Hut, keiner von diesen Stand Ups könnte Dir zu Deinem besten Zeiten das Wasser reichen. Weder in der Kunst des Formulierens, noch in der hohen Kunst der direkten Reaktionen auf Publikumseinwürfe. Und was die Qualität Deiner Pointen angeht, nun gut, politisch war ich hier und dort nicht Deiner Meinung, aber diese Pointen mit den fiesen Widerhaken, die habe ich geliebt. Auch nach drei Stunden Lektion in Sachen „Sozialismus vs. Kapitalismus“. Vielleicht gehörtest Du ja zu der aussterbenden Spezies, der „comedyfreiem Kabarettisten“.
(Reinhard Stroetmann in magaScene)


Günter Wallraff - Der Kabarettist als Aufklärer
Fünf Jahrzehnte lang hat Dietrich Kittner Kabarett gemacht. Meistens stand er allein auf der Bühne, 200 oder sogar 250 mal im Jahr, und die Vorstellungen dauerten drei Stunden und mehr. Immer befaßte er sich mit aktuellen Themen, immer aber auch mit fundamentalen Mißständen der Gesellschaft. Zu seiner Lebensleistung gehört auch eine stattliche Reihe von Büchern und Platten.
Ich erinnere mich vor allem an Kittner-Auftritte in den 1970er Jahren. Damals notierte ich: Er richtet seine Anzeigen nicht ins Blaue hinein, erstattet nicht »Anzeige gegen Unbekannt«, er nennt die Dinge und Verantwortlichen beim Namen, nach dem Motto: »Das Verbrechen hat Namen, Anschrift und Gestalt.« Er gehört zu den gewiß nicht zahlreichen politischen Aufklärern in unserem Land, denen es gelingt, die von Brecht bezeichneten »Fünf Schwierigkeiten beim Verbreiten der Wahrheit« zu überwinden. Er hat den Mut, »die Wahrheit zu sagen, obwohl sie allenthalben unterdrückt wird; die Klugheit, sie zu erkennen, obwohl sie allenthalben verhüllt wird; die Kunst, sie handhabbar zu machen als Waffe; das Urteil, jene auszuwählen, in deren Händen sie wirksam wird; die List, sie unter diesen zu verbreiten«. Kittners Programm bietet Satire statt Blödelei, Ironie statt Veralberung, Gegeninformation und Aufklärung statt Phrase und Gag. Sein hintergründiger Humor ist nicht auf vorschnellen Beifall aus. Auch manche Linken – für die Lachen an sich oft schon Frevel und Sakrileg ist – können von Kittner lernen. Er bringt die Leute an den richtigen Stellen zum Lachen, das heißt auf Kosten der Richtigen. Das Verächtlichste ist, Scherze auf Kosten derer zu machen, die sonst nichts zu lachen haben; dann lachen sich nämlich die ins Fäustchen, die aufgrund ihrer Vor- und Sonderrechte allen Grund zum Lachen haben. Sein tiefschürfender intellektueller Witz entfesselt keine schenkelklatschenden Lachsalven vordergründiger Übereinkunft. Auch Linke kriegen ihren Teil ab, falls sie aufgrund falschverstandener Revolutionsseligkeit die Revolutionierung ihrer eigenen Köpfe vernachlässigt haben sollten. Hier erweist sich Kittner als geschickter Fallensteller und Politakrobat mit doppeltem Boden. So zum Beispiel, wenn er die »neuesten« Ostfriesenwitze zum Besten gibt und das ausbrechende Gelächter mit der Bemerkung stoppt, daß es sich hier leider um altbekannte Judenwitze der Nazis handele, diesmal auf eine andere Minderheit angewandt. Um sich nicht als linkes Über-Ich aufzubauen, fügt er noch hinzu, daß es ihm selber so ergangen sei, als er zum ersten Mal mit diesen Fang-Witzen konfrontiert wurde.
Er schaut nicht nur dem Volk aufs Maul, sondern nimmt die Herrschenden und die herrschende Ideologie beim Wort. Das, was Heinrich Böll einmal »Wörtlichkeitslehre« genannt hat, wendet Kittner zum Zwecke von Klarstellung, Überprüfung und Demaskierung an. Eine andere List Kittners, um Vorurteile und Verhetzung raus- und demokratisches Denken in die Köpfe reinzuzwingen, besteht darin, daß er Borniertheiten und Vorurteile bis zum Überdruß und überpointiert herunterleiert, auf daß sie denen zum Halse heraushängen, die davon besessen sind.
Beim Erinnern an Dietrich Kittner sei nicht vergessen: Er redete nicht nur links, er handelte auch authentisch-solidarisch, zum Beispiel in Aktionen gegen die Notstandsgesetze oder in Rote-Punkt-Aktionen, und er sammelte sechsstellige Beträge für Verfolgte in Pinochets Chile oder für Milch für kubanische Kinder, nachdem die Bundesregierung die Lieferung von Milchpulver nach Kuba eingestellt hatte. So gelang es ihm – nicht immer ohne schulmeisterliche Penetranz, die er aber mit Selbstironie zurücknahm –, viele Menschen zu eigenem Handeln zu motivieren.
Es versteht sich, daß er sich dadurch nicht nur Freunde machte und daß sein Kleinkunsttheater in Hannover ohne Subventionen auskommen mußte. Aber es war immer ausverkauft.

Diether Dehm - Aus den Medien verbannt
Wenn die herrschenden Leitmedien die Medien der Herrschenden sind, war Dietrich Kittner ein Medienprodukt. Wenn sie zischelten: »Sei leiser!«, wurde er lauter. Wo Feuilletonisten angewidert die Nase rümpften, die Nuancen litten ja derart unter dem Straßengegröle, hatte er die Rote-Punkt-Aktion gegen die Hannoveraner Fahrpreiserhöhungen gegründet. Wenn sie ihm bedeuteten, sich doch von keiner Partei instrumentalisieren zu lassen, tat er es gleich für drei Parteien, (SPD, DKP und Linkspartei, die wir ihn auch für die Bundesversammlung gewinnen konnten; aber er trat stets für Mehr-Gemeinsamkeit dieser Parteien von unten ein). Wo Konzernschreiber die feine zerbrechliche Klinge priesen, nahm er den Krummsäbel. Wo sie ihn dann als Plattmacher denunzierten, kam er mit filigranem Pointenflorett.
Ob es ihm genutzt hätte, den Herrschenden ins Süße zu folgen? Wir befreundeten uns auf der Waldeck. Auch mit Franz Josef Degenhardt, Süverkrüp, Maurenbrecher und anderen. Wir hatten im Leben Mediengängigeres geschaffen. Aber auch wir erfuhren sehr früh: Wer nicht mehr verniedlichend von »Märkten« spricht, sondern von Killern, wo Streuminen exportiert, auf Wasser und Lebensmittelverknappung spekuliert und im Süden Studierende, Rentner und Arbeitende in den öffentlichen Selbstmord getrieben werden, wird von den »Zeitungsschreibern« (»Mit dem Blut der Opfer/ Schmieren sie’s hin: die Mörder sind es nicht gewesen./ ... Von Wirtschaftskrisen sprechend, statt von Morden«, Brecht, »Billigung der Welt«) aus den veritablen Kunst-Sendeplätzen getilgt.
Wer widerspricht, fliegt raus! Die feinsinnigen Schreibsöldner des Kapitals haben diesen Kittner schon sehr gehaßt.
Er war der klassische Agitator, der Profiteure wie Kaninchen aus dem Komödiantenhut zauberte. Im Grunde zielte sein Witz auf das cui bono von Überbauerscheinungen, staatlichen oder kulturellen. Der nackte Kaiser Kapital wurde durch seine parlamentarischen Umhänge angerufen.
Was nicht in den Medien ist, ist nicht – sagen Realpolitiker. Aber Kittner hatte sich entschieden. In einem Land, das zu den imperialistischen Führungsnationen aufrückt, spielte er nicht mit. Jedenfalls nicht bei deren Show: da, wo Widersprüche im Mörser von Talkshows solange zerbröselt werden, bis für jeden die homöopathisierte Desensibilisierungs-Dosis abfällt. Was getalkt wird, bleibt so ungesagt, daß nichts in Bewegung ausartet.
Aber so realpolitisch war Kittner, daß auch ihn zuweilen schmerzte, so gar nicht in Medien zu existieren. Der »alte Haudegen«, wie Kollegen fraternisierten, war genauso verletzbar wie die schulterklopfenden Träger von Kunstpreisen, wovon er in einem halben Jahrhundert ganze drei (bürgerlich-) nennenswerte erhalten hatte. Auch die weniggewordenen Linken in den Medien haben sich für ihn selten aus der Deckung gewagt. Zu bequem war die Ausrede, er wolle es ja selbst nicht anders. (Wer mochte diesem Bären dann glauben, als er von seiner schweren Krankheit sprach?) Wie mitfühlend dieser Kittner war, erfuhr ich, als es mir 1995 dreckig ging. Biermann hatte sich gerade theatr
alisch in Pose geworfen, ich sei 1977 planmäßig von seinen Ausbürgerern – »also im Auftrag der Krake Stasi« – zu seinem Manager getrickst worden (obwohl »meine«, frisch via Gauck zusammengebastelte »Stasiakte« sogar das Gegenteil dokumentierte). Mühsam hatte er sich meine abgetauchte Telefonnummer ergattert, tröstete nicht nur mit Zuspruch, sondern harten Fakten: Nach zwei Stunden Gespräch hatte ich ein Interview der damaligen Satirezeitung Pardon mit dem DDR-Liedermacher aus dem Jahr 1975, also ein Jahr vor der Ausbürgerung, auf dem Fax, wo Biermann bereits ziemlich genau die Umstände einer Ausbürgerung »vorhersah« – nebst deren kommerziellen Vorteilen. Für mich wurde einiges klarer. Über welches Archiv und/oder welches enzyklopädische Wissen muß dieser Kittner verfügt haben!
Für die Unteren war sein Witz zur Stelle, wo sie die Köpfe hängen ließen.
Gerade hätten wir ihn in seiner niedersächsischen Heimat mal wieder nötig.

Guido Zingerl - Requiem für Dietrich Kittner
»Verährter Lansmann Zingerl, und du rote Sau.«
So beginnt ein hannöverscher Filserbrief als Vorwort zu einem Karikaturbuch.

Ach Kittner,
Kabarettist, Leid-Artikler, Satiriker, Texter, tab-Macher, Freund.
Dein großer Trick: Du spielst mit den Aussagen der Gegner,
benutzt ihre Worte und verdrehst sie so, bis die Wahrheit sichtbar.
Entlarvst so die Lügen, die Sprechblasen und Worthülsen.
Der Jurist in dir treibt seine Scherze, bringt Obrigkeit und Bürokraten
in Bedrängnis: Du kennst die Gesetze besser als sie.

Ach Kittner,
Genosse, Bürgerrechtler, Dissident und Agitator ...
Du fülltest nicht nur die Säle, die Theater, dein Theater tab in Hannover.
Du fülltest die Straßen, die Demos.
Du stiegst immer hinunter vom satirischen hohen Podium,
hinunter zu den Benachteiligten, den Ausgebeuteten,
hinunter zu den Kämpfen um gerechten Lohn oder gegen die Fahrpreiserhöhung.
Der rote Punkt in Hannover – Lehrstunden demokratischer Kraft.

Ach Kittner,
»Staatsfeind, Staatsgefährder, Anheizer, Unterzeichner, Aufrufer,
Anhänger, Unterstützer, Teilnehmer, Betrüger«.
Das alles deine Ehrentitel von Polizei und Staatsmacht
Bespitzelt, überwacht, abgehört und gefilmt.
Als wir einmal bei euch waren (Vernissage meiner Bilder im tab),
wurden wir auf der Rückreise auf der Autobahn gestoppt und gefilzt.
Dunkler BMW und zwei Streifenwagen. Schußwaffen im Anschlag. Warum?
»Sie waren doch beim Kittner, Herr Zingerl.«

Ach Kittner,
Auch deine Physis hast du schonungslos verausgabt.
Die wahnsinnig langen Autostrecken auf den Tourneen, oft lausige Unterbringung, Aufbau und Abbau der Bühne, alles mitgeschleppt im Auto,
die schweren Scheinwerfer, Kabel und all den Kram.
Der Kleinkram für die große Kunst.
Wenn die meisten Besucher schon müde wurden, konntest du noch bis in die
Morgenstunden diskutieren.

Ach Christel,
Teil des Zweigestirns, symbiotisch verbunden, einander unentbehrlich,
Schrecknis des Hinterbleibens, Schock des Alleinseins im Hollerhof.

Aber Dietrich,
du bist nicht tot,
du bleibst bei uns, und dein Werk lebt.
Wir ziehen Mut daraus und Kraft – und Lachen!
Für unseren Kampf um Freiheit, Brüderlichkeit und Gleichheit.


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VORWORT VON DIETRICH ZU SEINER HOMEPAGE

Laut einer Schätzung des Stern bestehen knapp 80% des Internets aus Porno und Abzocke. Schön, hier doch mal wieder bei der Minderheit gelandet zu sein, oder? So spielt das virtuelle Leben eben. Also: Willkommen! Und: Hereinspaziert, hereinspaziert!!

Als Kinder haben wir uns gern einen Witz erzählt: Sitzen zwei Irre auf der Parkbank und lesen hingegeben jeder in einem Buch. „Ha,“ sagt der eine, „mein Buch ist besser. Da kommen viel mehr Personen vor.“ „Kunststück,“ blickt der andere unwillig von seiner spannenden Lektüre auf. „Du hast ja auch die Hamburger Ausgabe mit viel mehr Seiten. Dafür komme ich schneller voran. Bin schon längst beim Kapitel Schmidt, während Du noch bei Müller herumhängst. Und außerdem ist Fallingbostel auch landschaftlich schöner.“ Dann vertiefen sich beide wieder in Ihre Telefonbücher.

Ein Kinderwitz, aber im Prinzip: wäre es mit dem Internet anders? – Doch! Die Einträge sind erschöpfender.

So auch hier. Wer wissen will, mit wem er es auf dieser Seite zu tun hat, schaue sich Personalien oder einfach ein paar Texte aus meiner Werkstatt an. - Für nun mutiger gewordene gibt es einen kleinen Programmausschnitt, unter „Käufliches“ findet sich die Liste der gegenwärtig lieferbaren Bücher, Platten und Videos samt Bestelladresse. Wer es dann doch lieber hautnah erleben möchte, dem bietet das Kapitel Vorstellungstermine erste Hilfe.- Hartgesottene (und erst recht Presseleute!) können sich gern einige Bilder oder sogar ein – eher trauriges – Lied einpacken (zu deutsch : downloaden).- Und wenn das alles noch nicht genug ist, der sollte unseren link zum hollerhof-dedenitz.de nutzen. Irgendwie werden wir uns schon näher kommen…

Wie in jedem ordentlichen Telefonbuch finden sich auch Fon, Fax und Postanschrift. Nur eine e-mail-Adresse führen wir aus vielen guten Gründen nicht. So habe ich denn diese Homepage auch nicht selbst aufgebaut (Leichter von der Hand gehen mir halt immer noch Kabarett– statt Computerprogramme.) und danke infolgedessen Susi, Andreas, Birgit und Daniel für ihre Mühe.

Jetzt also: Hereinspaziert, hereinspaziert! Und alles ordentlich Angucken, gelle? Darüber freut sich nämlich